Archive for Juni, 2011
Die Beimischung von Ethanol zum aus Erdöl hergestellten Benzin hat Tradition und wurde aus unterschiedlichen Gründen praktiziert. Ursprünglich sollte damit beispielsweise bei dem ab etwa 1925 verkauften Ethanol-Kraftstoff einerseits die geringen heimischen Ölvorräte geschont werden, andererseits aber der Landwirtschaft eine neue Einnahmequelle verschafft werden.
E10-10% Ethanol

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Bekannt sind aber auch andere Mischkraftstoffe mit unterschiedlichen Bestandteilen an Benzin, Benzol, Methanol, Aceton oder Nitrobenzol, wobei hier die Leistungssteigerung der Motoren durch die Erhöhung der Klopffestigkeit im Vordergrund steht. Nach der allgemein benutzten Kennzeichnung war der 1925 verkaufte Treibstoff E25, weil dem Benzin 25 % Ethanol in der Form von Kartoffelsprit beigemischt wurden. Dem derzeitigen Superkraftstoff mit 95 Oktan wurden schon bisher 5 % Ethanol beigemischt. Jetzt wurde dieser Anteil auf 10 % erhöht, wobei aber der bisherige Superkraftstoff weiter verfügbar sein sollte. Damit soll der Anteil nachwachsender Rohstoffe am Energieverbrauch gesteigert werden.
Verträglich für die Autos?
Wie schon beim Ersatz von Normalbenzin durch Superbenzin spielt immer die Frage eine große Rolle, ob die Motoren den Kraftstoff vertragen. Dabei ist es technisch gesehen eigentlich nicht der Motor, der Kummer bereitet, sagen gelernte KFZ Mechaniker. Er lässt sich relativ einfach auf das neue Gemisch einstellen, wenn ausschließlich dieses getankt wird. Es sind die Dichtungen, die mit dem Kraftstoff in Berührung kommen; sie können sich auflösen, wenn sie gegenüber dem Kraftstoffzusatz nicht resistent sind.
E10 – Benzin mit Bio-Siegel?
Inzwischen betrifft dies nur etwa 10 % der Fahrzeuge, vor allem recht alte Modelle. Alle neu verkauften Autos haben damit keine Probleme. Auch wirtschaftliche Gründe sprechen zwar gegen die Verwendung von E10, doch sind diese nur vorgeschoben. Die Mineralölindustrie hat offensichtlich die Einführung von E10 zum Anlass einer massiven und eigentlich nicht begründeten Preiserhöhung genommen, denen die Verbraucher nicht ausweichen können. Dies hat mit zur Ablehnung von E10 beigetragen.
Ethanol 10 – Verbrauchswerte
Nüchtern betrachtet verbraucht man zwar etwa 1,5 % mehr E10 gegenüber dem bisherigen Super. Doch würde dies durch den günstigeren Preis – der Steueranteil auf E10 ist geringer – mehr als kompensiert werden. Fraglich wird E10 allerdings, wenn sich dadurch die Lebensmittelproduktion verteuern würde. Dies hängt von den verwendeten Ausgangsstoffen ab.
Betrachtet man die Entwicklung des Alters, ab dem es erlaubt ist einen PKW zu führen muss man heutzutage feststellen, dass es einen starken Trend gibt, der es immer jünger werdenden Jugendlichen erlaubt sich für eine solche Erlaubnis zu qualifizieren.
Führerschein ab 21, ab 18, ab 16 – Sinn oder Unsinn

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Nun stellt sich einem die Frage ob dieser Trend als vernünftig oder als “nonsense” anzusehen ist, da die Jugendlichen heute beispielsweise viel stärker, als noch vor Jahren, zum Alkoholkonsum hingezogen werden, was sich sicher nicht als positiver Aspekt für ein geringes Alter als Vorraussetzung zum führen eines PKWs herauskristallisiert.
Die Jugend heutzutage ist sicher besser informiert und vermutlich auch in der Entwicklung weiter als noch vor 20 Jahren, jedoch muss man auch die Verharmlosung von Gefahr durch zahlreiche Actionfilme und -spiele hinzuziehen, denn: Viele Jugendliche sind der Meinung, dass man einen Aufprall mit über 150km/h garantiert überlebt, da das in vielen dieser Spiele und Filme der Fall ist. Doch nur negative Gesichtspunkte aufzuführen wäre sicher falsch, da die so genannte “Jugend von heute” auch früher beginnt, “das Haus zu verlassen” und eine Art Mobilitätsgarantie benötigt.
Vor der Wende waren in den meisten Städten Discos und Clubs eher eine Seltenheit, doch heutzutage gehört diese Art der Freizeitgestaltungmöglichkeit in das Repertoire einer Stadt, die sich auch um die Bedürftnisse ihrer jüngeren Einwohner kümmert, was als Resultat hat, dass man natürlich auch einmal die “Dorfdisco” links liegen lassen möchte um in eine weiter entfernte und eventuell auch größere Einrichtung zu pilgern. Dies ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer möglich, da diese meist um die Uhrzeit in der es Richtung Heimat gehen sollte nicht mehr fahren und sind wir mal ehrlich: Welche Eltern möchten ihre Kinder 50km in eine Disco fahren um sie von dort morgens um 4 wieder abzuholen?
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das eigenständige Fahren ab 18 eigentlich optimal ist, da die Fahrer ab diesem Alter als Erwachsene gezählt werden und für ihr Handeln selbst Verantwortung übernehmen müssen.
Führerscheinalter in einigen Bundesländern gesenkt
Einige Bundesländer haben bereits auf die guten Gründe für das Fahren ab 17 reagiert. So darf der oder die 17jährige in Bayern in Begleitung eines über 30jährigen mit 16,5 Jahren mit der Ausbildung für den Führerschein beginnen und ab 17 Auto fahren. Die Regelung besteht seit 2005, somit schein sich die Senkung des Führerscheinalters bewährt zu haben.