2. Juli 2011

Die Disskussion war groß als in Deutschland anfang des Jahres Bioethanol als Ersatz zum Super 95 eingeführt wurde. Vor den Zapfsäulen bildeten sich unsichere Schlangen und am Ende wurde zur Sicherheit 98 Benzin getankt. Was hat es mit dem E10 also auf sich?

Herkunft des Bioethanol

bioethanol

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Bio Ethanol ist eine Form von Alkohol der aus pflanzlichen Stoffen wie Kartoffeln, Getreide oder Zuckerrüben gewonnen wird.  Er lässt sich auch als Kraftstoff für Otto-Motoren einsetzen. Bio Ethanol kann in seiner ursprünglichen Form getankt werden, oder dem normalen Kraftstoff beigemischt werden. Es ist für die Verwendung von Bio Ethanol als Kraftstoff kein zusätzlicher separater Tank notwendig. Auf Grund seiner natürlichen Herkunft und Herstellung hat Bio Ethanol weniger schädliche Emmisionen wie der auf Erdöl basierender Kraftstoff Benzin oder Diesel. Das bedeutet dass ein Auto, das mit Bio Ethanol getankt wird, einen erheblich geringeren CO2 Ausstoß, circa 75 %, verursacht als wenn es mit herkömmlichen Kraftstoffen betankt wird. Die anfallenden Kosten für die Tankstellen unterscheiden sich dabei unwesentlich. Der Umweltfaktor spielt also dabei die größere Rolle. Bio Ethanol ist eine erneuerbare Energiequelle, da sich auch eine Gewinnung aus natürlichen pflanzlichen Abfällen, landwirtschaftlichen Anbauprodukten und Holz immer mehr durchsetzt.

Nachrüstung auf E10 ist möglich

Kfz-Werkstätten und Autohäuser bieten dem Verbraucher Nachrüstbausätze zum Komplettpreis mit Einbau ab etwa 750 Euro an. Da Bio Ethanol im Preis günstiger ist als herkömmliche Kraftstoffe, kann trotz dieser Kosten mit einer Ersparnis gerechnet werden. In Deutschland bieten etwa 300 Tankstellen Bio Ethanol als Treibstoff an, andere Länder Europas sind in dieser Beziehung schon fortgeschrittener. Das sollte aber nicht das Problem sein, da auch umgerüstete Fahrzeuge mit normal Benzin, Super oder Diesel betankt werden können. Der Motor erkennt das getankte Benzin – Bio Ethanol Gemisch und passt den Zündzeitpunkt sowie die benötigte Einspritzmenge automatisch an.

Die Autohersteller bietet Neuwagen an, die schon eine serienmäßige Ausstattung für das Tanken mit Bio Ethanol besitzen. Der Aufpreis beträgt für so einen Neuwagen circa 300 bis 400 Euro.



25. Juni 2011

Die Beimischung von Ethanol zum aus Erdöl hergestellten Benzin hat Tradition und wurde aus unterschiedlichen Gründen praktiziert. Ursprünglich sollte damit beispielsweise bei dem ab etwa 1925 verkauften Ethanol-Kraftstoff einerseits die geringen heimischen Ölvorräte geschont werden, andererseits aber der Landwirtschaft eine neue Einnahmequelle verschafft werden.

E10-10% Ethanol

The European route 10

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Bekannt sind aber auch andere Mischkraftstoffe mit unterschiedlichen Bestandteilen an Benzin, Benzol, Methanol, Aceton oder Nitrobenzol, wobei hier die Leistungssteigerung der Motoren durch die Erhöhung der Klopffestigkeit im Vordergrund steht. Nach der allgemein benutzten Kennzeichnung war der 1925 verkaufte Treibstoff E25, weil dem Benzin 25 % Ethanol in der Form von Kartoffelsprit beigemischt wurden. Dem derzeitigen Superkraftstoff mit 95 Oktan wurden schon bisher 5 % Ethanol beigemischt. Jetzt wurde dieser Anteil auf 10 % erhöht, wobei aber der bisherige Superkraftstoff weiter verfügbar sein sollte. Damit soll der Anteil nachwachsender Rohstoffe am Energieverbrauch gesteigert werden.

Verträglich für die Autos?

Wie schon beim Ersatz von Normalbenzin durch Superbenzin spielt immer die Frage eine große Rolle, ob die Motoren den Kraftstoff vertragen. Dabei ist es technisch gesehen eigentlich nicht der Motor, der Kummer bereitet, sagen gelernte KFZ Mechaniker. Er lässt sich relativ einfach auf das neue Gemisch einstellen, wenn ausschließlich dieses getankt wird. Es sind die Dichtungen, die mit dem Kraftstoff in Berührung kommen; sie können sich auflösen, wenn sie gegenüber dem Kraftstoffzusatz nicht resistent sind.

E10 – Benzin mit Bio-Siegel?

Inzwischen betrifft dies nur etwa 10 % der Fahrzeuge, vor allem recht alte Modelle. Alle neu verkauften Autos haben damit keine Probleme. Auch wirtschaftliche Gründe sprechen zwar gegen die Verwendung von E10, doch sind diese nur vorgeschoben. Die Mineralölindustrie hat offensichtlich die Einführung von E10 zum Anlass einer massiven und eigentlich nicht begründeten Preiserhöhung genommen, denen die Verbraucher nicht ausweichen können. Dies hat mit zur Ablehnung von E10 beigetragen.

Ethanol 10 – Verbrauchswerte

Nüchtern betrachtet verbraucht man zwar etwa 1,5 % mehr E10 gegenüber dem bisherigen Super. Doch würde dies durch den günstigeren Preis – der Steueranteil auf E10 ist geringer – mehr als kompensiert werden. Fraglich wird E10 allerdings, wenn sich dadurch die Lebensmittelproduktion verteuern würde. Dies hängt von den verwendeten Ausgangsstoffen ab.